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Alternative Heizmethoden
 

 
Alternativ - was ist das?
Damit sind regenerative Energien gemeint, welche sich aus nachhaltigen Quellen der Umwelt bedienen. Diese bleiben kontinuierlich verfügbar und stehen hiermit im Gegensatz zu fossilen Energieträgern und Kernbrennstoffen, deren Vorkommen bei kontinuierlicher Entnahme stetig abnimmt.

Erde
Energie von der Wärmequelle Boden, kann auf verschiedene Weise genutzt werden. Diese kann der Wärmepumpe mittels Erdkollektor oder Tiefenbohrung sinnvollgenutzt werden. Die Regeneration des Erdreichs erfolgt beim Erdkollektor direkt von der Sonne, bei der Tiefenbohrung von der Energie des Erdkerns.

Der Erdkollektor
Ein Erdkollektor ist ein großzügiges, weitläufiges Rohrsystem, das zirka einen Meter unter der Erdoberfläche verlegt wird. Am besten für einen Erdkollektor geeignet sind Lehmböden. Weniger gut geeignet sind sandige Böden. Im Bereich der Kollektoren darf die Erdoberfläche nicht verdichtet oder überdacht werden. Es darf dort also nicht asphaltiert oder ein Schwimmbad installiert werden, wohl aber kann die Erdoberfläche mit Flachwurzlern bepflanzt werden. Erdkollektoren verursachen geringe Materialkosten, sind unkompliziert zu verlegen und eignen sich insbesondere für Neubauten. Nachteilig ist, dass ein sehr großer Flächenbedarf erforderlich ist. Als Richtwert für den Flächenbedarf kann die zweifache beheizte Wohnfläche angesetzt werden.

Bei einem Erdkollektor werden Rohre verlegt, welche die in der Erdoberfläche gespeicherte Sonnenenergie entziehen.

Die Tiefenbohrung
Ist nicht ausreichend Grundfläche vorhanden, ist eine Tiefenbohrung, also die Verlegung einer Erdsonde empfehlenswert. Die Vertikalbohrungen erfolgen in eine Tiefe von 50 bis 150 Metern, in die Bohrlöcher werden Entzugsrohre eingebracht. Dafür benötigt man zumeist eine wasserrechtliche Genehmigung. Pro Bohrmeter können je nach Bodenbeschaffenheit im Mittel rund 50 bis 70 W Sondenleistung erreicht werden, das heißt, dass pro Bohrmeter mit 50-70 Watt Heizleistung gerechnet werden kann. Für ein Haus mit einer Heizlast von 10 kW sind demnach knapp 150 Meter Sondentiefe erforderlich, bei gutem Boden oder Vorhandensein von Grundwasserströmen auch weniger. Tiefensonden haben den Vorteil, dass für ihre Installierung wenig Platz erforderlich ist und die Sonden daher auch bei Sanierungen eine interessante Möglichkeit darstellen. Allerdings ist es erforderlich, dass die Bohrgeräte zum Grundstück zufahren können. Die Kosten für die Bohrung sind verhältnismäßig hoch. Die Bohrung selbst ist von Spezialfirmen durchzuführen, damit die Qualität der Bohrung sichergestellt ist.

Bei einer Tiefenbohrung werden Sonden bis zu einer Tiefe von 150 Metern ins Erdreich verlegt